Bild des Monats April 2026
Monatsthema
Das Siegerbild
Ablauf und Bewertung des Fotowettbewerbs
Bild des Monats – April 2026
Beim Monatswettbewerb „Bild des Monats April 2026“ war diesmal kein Thema vorgegeben.
Dadurch ergab sich erneut eine spannende Vielfalt an Motiven und fotografischen Ideen.
Insgesamt wurden 10 Bilder eingereicht. Die eingegangenen Arbeiten zeigten eindrucksvoll,
wie unterschiedlich fotografische Ansätze, Sichtweisen und Bildsprachen sein können. Gerade diese
thematische Offenheit macht den Reiz eines freien Wettbewerbs aus und sorgt immer wieder für
abwechslungsreiche Ergebnisse.
Würdigung
Den 1. Platz erreichte das Bild „Skispringerin“ von Ldwig Brunner.
Die Aufnahme überzeugt durch ihre Dynamik, die präzise Gestaltung und die starke Bildwirkung.
Auf den 2. Platz wurde das Bild „Frau in Venedig“ von Birgit Nebl
gewählt. Es besticht durch seine ausdrucksstarke Inszenierung, die elegante Wirkung und die gelungene
Komposition.
Der 3. Platz ging an das Bild „Lila Blumen“ von
Christine Blöchinger. Die feine Darstellung der Blüten, die frische Anmutung und die
stimmungsvolle Schärfeverteilung verleihen der Aufnahme eine besondere Wirkung.
Wir gratulieren den Platzierten herzlich zu ihren ausgezeichneten Arbeiten und bedanken uns bei allen
Teilnehmenden, die mit ihren Beiträgen zu einem abwechslungsreichen und sehenswerten Wettbewerb
beigetragen haben.
Thema für den nächsten Monatswettbewerb am 01. Mai:
Beim nächsten Monatswettbewerb „Bild des Monats Mai 2026“ ist folgendes Thema vorgegeben: Gefühle.
Gesucht sind Bilder, die Stimmungen, Emotionen und persönliche Ausdruckskraft auf besondere Weise sichtbar machen.
Die Siegerbilder
Beschreibung der Siegerbilder zum Bild des Monats April 2026
Bildbeschreibung:
1. Platz: „Skispringerin“ von Ludwig Brunner
Das Bild überzeugt vor allem durch das präzise Erfassen eines sehr kurzen, entscheidenden Moments. Die Skispringerin befindet sich in der Flugphase, also in einer Situation, die technisch eine gute Reaktionsfähigkeit, sichere Motivverfolgung und einen exakt gewählten Auslösezeitpunkt verlangt. Gerade darin liegt eine besondere Stärke der Aufnahme: Die Sportlerin ist in einer klaren, spannungsvollen Haltung festgehalten, sodass Dynamik und Kontrolle zugleich sichtbar werden. Bildgestalterisch lebt das Foto von der reduzierten Umgebung. Der helle, fast strukturlose Himmel schafft eine ruhige Fläche, vor der sich die Figur mit ihren langen Skiern deutlich absetzt. Die dunklen, schneebedeckten Bäume im Hintergrund geben dem Motiv Tiefe und verorten es klar in der winterlichen Landschaft, ohne vom Hauptmotiv abzulenken. Die Bildidee ist einfach und wirkungsvoll: Nicht das Umfeld steht im Mittelpunkt, sondern der Augenblick sportlicher Höchstleistung. Dadurch entsteht eine starke Bildwirkung, die von Bewegung, Konzentration und Spannung getragen wird.
2. Platz: „Frau in Venedig“ von Birgit Nebl
Diese Aufnahme besticht durch ihre durchdachte Inszenierung und ihre elegante Bildanlage. Die zentrale Figur ist frontal und selbstbewusst im Bild platziert, was der Darstellung Ruhe, Würde und Präsenz verleiht. Zugleich sorgt die Spiegelung auf dem nassen Boden für ein zusätzliches Gestaltungselement, das die Wirkung des Bildes entscheidend verstärkt. Durch diese Spiegelung entsteht nicht nur mehr Tiefe, sondern auch eine fast bühnenhafte Anmutung. Fotografisch ist besonders gelungen, wie die Person klar herausgearbeitet wird, während der Hintergrund weich und zurückhaltend bleibt. So konzentriert sich der Blick ganz auf Kostüm, Farbe, Maske und Haltung. Die kräftigen Rottöne des Kleides bilden zusammen mit dem aufwendig gestalteten Kopfschmuck einen starken optischen Mittelpunkt. Die Bildidee erschöpft sich nicht in der bloßen Darstellung eines schönen Kostüms, sondern nutzt Kleidung, Pose und Spiegelung, um eine atmosphärisch dichte Szene zu schaffen. Die Wirkung des Bildes liegt daher vor allem in seiner Mischung aus Eleganz, Geheimnis und formaler Geschlossenheit.
3. Platz: „Lila Blumen“ von Christine Blöchinger
Die Stärke dieser Aufnahme liegt in ihrer ruhigen, genauen Naturbeobachtung und in der bewussten Beschränkung auf Farbe, Struktur und Stimmung. Die Fotografin arbeitet mit einer engen Bildführung, die den Blick unmittelbar auf die Blüten lenkt und Nebensächliches ausblendet. Dadurch wird das Motiv nicht nur dokumentiert, sondern gestalterisch verdichtet. Die Schärfe ist gezielt auf die vorderen Blüten gelegt, während der Hintergrund weich ausläuft. Diese geringe Schärfentiefe trennt das Hauptmotiv klar vom Umfeld und lässt die feinen Formen der Blüten besonders gut hervortreten. Die Wassertropfen auf Blättern und Blüten bringen zusätzliche Lebendigkeit ins Bild und bereichern die Oberfläche um kleine Lichtpunkte und feine Details. Auch farblich ist die Aufnahme sehr stimmig: Das Zusammenspiel von Lila- und Grüntönen wirkt natürlich, frisch und ausgewogen. Die Bildidee liegt weniger im überraschenden Motiv als in der sensiblen fotografischen Umsetzung eines stillen Naturmoments. Gerade dadurch entfaltet das Bild seine Wirkung: zurückhaltend, harmonisch und in seiner Schlichtheit sehr überzeugend.



